Wasserexperten unterstützen Renaturierung

Riesige Tagebaurestlöcher zeugen heute von einer mehr als 100-jährigen Geschichte der Braunkohlegewinnung im Osten Deutschlands. Die Spuren sind vor allem in der Lausitz und in Mitteldeutschland sichtbar. Seit der politischen Wende gilt das Augenmerk der Wiedernutzbarmachung der vom Bergbau beanspruchten Flächen.

Restlöcher werden zu touristischen Zielen

Als erfahrener Wasserdienstleister beteiligt sich die OEWA Wasser und Abwasser GmbH im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH an diesem Jahrhundertprojekt. Und zwar in vielen verschiedenen Einzelprojekten: ob es um die Flutung von Restlöchern geht, die sich zum Teil schon zu attraktiven touristischen Zielen entwickelt haben, um die Neutralisierung des Wassers oder um den Grundwasserspiegel in den betroffenen Gegenden. Auch eine wichtige Dienstleistung: der Betrieb und die Instandhaltung von Pumpen und Flutungsleitungen.

Qualität des Wassers verbessern

So betreibt das in Leipzig ansässige Unternehmen zum Beispiel die Wasseraufbereitungsanlage Borna-West. Auf diese Weise soll der Eisengehalt des Grundwassers nachhaltig gesenkt werden. Die Arbeiten zielen aber nicht allein darauf ab, die Qualität des Wassers zu verbessern. Es gilt auch, das Gebiet Borna-West dauerhaft zu entwässern. Eine entscheidende Voraussetzung, um die Befahrbarkeit der Staatsstraße 50 zu gewährleisten und gleichermaßen für die Nutzung der angrenzenden gewerblichen, forstwirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Flächen. Die Anlage arbeitet voll automatisch. Der tägliche Wasserzustrom ist vom Wetter abhängig und schwankt. Störungen im Anlagenbetrieb werden per Fernüberwachung als Kurznachricht gemeldet. Die Mitarbeiter der OEWA sind rund um die Uhr in Bereitschaft, den Anlagenbetrieb sicherzustellen.