Zweiter Bauabschnitt durch Waldbrandgefahr verschoben

Sobald ein paar Tropfen Regen gefallen sind und die hohe Waldbrandgefahr gebannt ist, kann der zweite Bauabschnitt für die neue Trinkwassereinspeisung von Wermsdorf bis Mügeln starten. "In Abstimmung mit der Baufirma haben wir uns entschlossen, mit den Arbeiten noch etwas zu warten. Es wäre fahrlässig, bei den hohen Temperaturen und der extremen Trockenheit durch Funkenflug leichtfertig einen Waldbrand zu verursachen", erklärt Torsten Richter, der das Projekt für die OEWA Wasser und Abwasser GmbH im Auftrag des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz betreut.

Ursprünglich war geplant, mit dem zweiten Bauabschnitt zu beginnen, sobald die Naturschutzauflagen dies zulassen. Und das wäre jetzt ab August der Fall. "Wir werden die nächsten Tage abwarten und dann mit der Firma Erdmann Bau aus Mügeln das weitere Vorgehen besprechen", kündigt Torsten Richter an. Man sei grundsätzlich startklar, das Material geliefert.

Am Rande des Wohngebietes Hoher Weg im Wermsdorf hatte die OEWA im April diesen Jahres angefangen, auf mehreren Hundert Metern eine komplett neue Trinkwasserleitung zu verlegen. Für den zweiten, rund drei Kilometer langen Bauabschnitt wurde eine Firma gebunden, um die neuen Rohre in die vorhandene, aber vor circa 15 Jahren stillgelegte Versorgungsleitung einzuziehen. Man spricht hier von Berstlining.

Noch gerät der Zeitplan durch die kleine Verzögerung nicht aus den Fugen. "Wir dürfen bis März 2019 bauen", weiß Torsten Richter. Und dann sollte die optimierte Trinkwasserversorgung für Wermsdorf und Mügeln auch realisiert sein.

Derzeit bemerken auch die Kunden des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz nichts von den Arbeiten am Versorgungsnetz. Die alte Trinkwasserleitung ist weiter ohne Einschränkungen in Betrieb. Und das bleibt sie auch künftig, deutet Roland Hammer, der für die Region zuständige Gruppenleiter Trinkwasser bei der OEWA. "Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, stehen uns für die Versorgung der Menschen in Wermsdorf und Mügeln zwei parallel verlaufende Trinkwasserleitungen zur Verfügung. Das erhöhe die Versorgungssicherheit dieser Region um einiges", erläutert er.

Während sich der zweite Bauabschnitt nun etwas verzögert, ist der erste planmäßig beendet worden. "Wir haben die Leitung verlegt und binden sie nach erfolgter Hygienefreigabe durch das Gesundheitsamt in das bestehende Versorgungsnetz ein", informiert Roland Hammer. "Somit verhindern wir, dass das Trinkwasser in der Leitung steht und mit der Zeit ungenutzt verkeimt."