Zschepplitzer Behälter wird abgerissen

In der Ortslage Zschepplitz (Gemeinde Großweitzschen) verschwindet noch in diesem Monat der alte, aus den 30er-Jahren stammende Hochbehälter. „Wir sanieren den Behälter nicht, weil das wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre, und wir bauen auch keine neuen“, verkündet Detlef Bull, Bereichsleiter Trinkwasser in der Niederlassung Döbeln der OEWA Wasser und Abwasser GmbH, dem Betriebsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz. Stattdessen wird eine Kompaktanlage errichtet, die dem Stand der Technik entspricht und die zuverlässige Trinkwasserversorgung der Zschepplitzer auch in Zukunft sichert. 100.000 Euro kostet das Vorhaben.

Das über den alten Hochbehälter verfügbare Speichervolumen werde, nach Aussage von Detlef Bull, schon seit langem nicht mehr in Gänze beansprucht. 80 Kubikmeter wären das gewesen. Doch so viel Wasser benötigt das kleine Zschepplitz mit 154 Einwohnern nicht als Reserve. Zumal der Wasserverbrauch ohnehin spürbar zurückgegangen sei. Die neue Kompaktanlage mit integrierter Pumpstation verfüge über eine Speicherkapazität von sieben Kubikmetern, was „vollkommen ausreichend“ sei.

Hinzu käme, dass man mit dieser Investition auch etwas für die Trinkwasserqualität tue. Das Wasser werde schneller umgeschlagen, schneller verbraucht – und die Sicherheit in der Versorgung dennoch gewährleitet, wie der OEWA-Bereichsleiter im Namen des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz versichern kann.

Mitte, Ende September soll mit dem Abriss des alten Behälters begonnen werden. Dann wird die neue, sechs mal drei Meter große Pumpstation mit dem Tieflader geliefert, per Autokran an Ort und Stelle bugsiert, um schließlich in das Versorgungsnetz eingebunden zu werden. Ist all das erfolgt, wird die alte Pumpstation außer Betrieb genommen und abgerissen. Im Vorfeld werden die Anwohner informiert, das für die Zeit der Umbindung die Trinkwasserversorgung kurze Zeit unterbrochen werden muss. 

Der Hochbehälter in der Ortslage Zschepplitz (Gemeinde Großweitzschen) verschwindet noch in diesem Monat.