Wasserzähler gut einpacken

Bei der knackigen Kälte lauert auch Gefahr für Wasserzähler und -leitungen. Bisher ist alles noch ruhig bei den Wasserexperten von der OEWA Wasser und Abwasser GmbH, die im Auftrag des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz die Wasseranlagen betreibt. „Der Frost ist noch nicht so tief in die Erde eingedrungen, maximal 20 bis 30 Zentimeter. Die Wasserleitungen liegen über einen Meter tief und sind geschützt“, berichtet Detlef Bull, Bereichsleiter Trinkwasser bei der OEWA. Aktuell gebe es deshalb keine kältebedingten Rohrbrüche im Versorgungsgebiet des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz. „Erst wenn es wieder taut und Bewegung in den Erdboden kommt, könnten empfindliche Leitungen borsten“, so der Fachmann, der dafür mit seinem Bereitschaftsteam gewappnet ist.

Vor allem Bürger sollten jedoch privat vorsorgen und ihre Wasserleitungen- sowie Wasserzähler schützen. Insbesondere in leer stehenden Gebäuden oder Räumen. Und auch der Gartenwasserzähler sollte nicht vergessen werden. Denn: „Sind Zähler oder Leitungen erst eingefroren, ist der Ärger programmiert“, sagt Detlef Bull. Damit nichts einfriert, rät die OEWA in ungeheizten Räumen, zum Beispiel im Keller, die Außentüren und Fenster geschlossen zu halten, Wasserzähler und -leitungen zusätzlich durch Wärme dämmendes Material zu schützen und bei weiter sinkenden Temperaturen gegebenenfalls sogar eine mobile Heizung in die Räume zu stellen. Auch Wasserzählerschächte oder Gruben können mit zugeschnittenen Hartschaum- oder Styroporplatten, der unter dem Deckel angebracht wird, warm gehalten werden.

Ist die Wasserleitung oder der Zähler am Ende doch eingefroren, wie es jüngst einem Hausbesitzer am Wochenende in Leisnig passierte, sollten die Kunden des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz den OEWA-Bereitschaftsdienst unter 03431 655-700 anrufen. Detlef Bull: „Als Laie ist es oftmals schwer zu erkennen, ob der Frost Schäden verursacht hat.“ In jedem Fall rät er von vermeintlich naheliegenden Auftau-Versuchen mit Hilfe von offenem Feuer, Heizstrahler, Fön oder heißem Wasser ab. „Einmal abgesehen von der Versorgungsunterbrechung kann es bei Rissen in der Leitung, die durch den Frost verursacht werden, auch dazu kommen, dass Wasser austritt und den Keller überschwemmt.“ Und das, meint Detlef Bull, ließe sich eben durch ein paar Handgriffe einfach vermeiden.