Viele Millionen Euro investiert

Das Abwasserbeseitigungskonzept des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG) hat 2017 bei der Investitionstätigkeit  im Fokus gestanden. Bis 2018 müssen die letzten Maßnahmen umgesetzt sein. So ist es im öffentlich-rechtlichen Vertrag des VVGG mit dem Landkreis Leipzig geregelt. Darüber sichert sich der VVGG die Fördermittel des Freistaates Sachsen für die weitere zentrale Erschließung von Ortslagen oder Straßen.

Maßnahmen aus dem Abwasserbeseitigungskonzept

Bad Lausick, Ortsteil Buchheim, Alte Colditzer Straße: Hier wird eine Überleitung zur vorhandenen Kläranlage „Jugendherberge“ gebaut. Es entsteht ein neuer Kanal plus Pumpwerk. Der Stand: in Fertigstellung.

Colditz, Gartenstraße/Lausicker Fußweg: Der zweite Bauabschnitt der Maßnahme (Neubau und Sanierung bestehender Kanäle) ist abgeschlossen. Das Abwasser wird künftig in der Kläranlage „Eule“ behandelt.

Colditz, Ortsteil Hohnbach: Hier wird im gesamten Ort ein Abwassersystem gebaut. Die Arbeiten werden noch bis 2018 andauern. Der Kanal in der Hauptstraße ist bereits errichtet, nun widmet man sich den Nebenstraßen. Perspektivisch soll das gesamte Abwasser des Ortes mit einem neuen Pumpwerk zur zentralen Kläranlage in Colditz geleitet und dort umweltgerecht behandelt werden.

Geithain, Gartenstraße, Blumenweg, Rosenthal: Die Maßnahme wird 2017 beendet. Das Abwassernetz ist bereits betriebsbereit

Grimma, Ortsteil Hohnstädt, Burgberg Nord und Süd: Die 2017 begonnenen Arbeiten werden 2018 fortgesetzt. Es entstehen neue Kanäle sowie ein Regenrückhaltebecken, das vor allem bei starken Niederschlägen eine wichtige Funktion ausübt und eine Überlastung der Kanalisation verhindern soll. Das Netz in Hohnstädt wird an den vorhandenen Muldedüker angeschlossen. Nur so kann das Abwasser in der Kläranlage in Grimma, auf der anderen Seite des Flusses, behandelt werden.

Grimma, Ortsteil Großbothen, Wilhelm-Ostwald-Straße sowie Rotsteg, Lindigtgasse, Schaddeler Straße: In allen Straßen wird gebaut, zum Teil werden die Maßnahmen noch 2017 abgeschlossen.

Maßnahmen, die nicht im Abwasserbeseitigungskonzept des VVGG stehen

Bad Lausick, Heinrich-Heine-Straße: Diese gemeinsam mit der Stadt Bad Lausick realisierte Maßnahme ist kürzlich beendet worden. Die Kanalbauarbeiten widmeten sich dem Hauptsammler mit einer Dimension von bis zu DN 1 000.

Bad Lausick, Leipziger Straße (S 11): Hier wird der Mischwasserkanal erneuert. Das geschieht in Verbindung mit dem Straßenbau des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LaSuV).

Geithain, Nikolaistraße: Die Arbeiten am Mischwassernetz sollen noch 2017 abgeschlossen werden und erfolgen parallel zum Straßenbau, was in Summe die Kosten für alle Beteiligten reduziert.

Geithain, Altenburger Straße: Lange ein Ärgernis für die Anwohner, wenn bei stärkeren Regenfällen die Grobstoffe aus dem Kanal über die Eula  auf den Grundstücken der Anlieger zurückblieben. Nun wurde im vorhandenen Kanal nachträglich ein so genannter Grobstoffrückhalt (eine Art Sieb) eingesetzt, der derlei unschöne Erscheinungen verhindern soll.

Gruppenkläranlagen

Der Schwerpunkt galt 2017 der Gruppenkläranlage Sermuth, die bis 2018 fertig gestellt werden muss.

Die Gruppenkläranlage Kaditzsch ist fertig gebaut und in Betrieb. Auch die Gruppenkläranlage Wagelwitz ist errichtet. Im kommenden Jahr stehen noch Restleistungen am vorhandenen Kanalnetz aus, das bereits bis zu 30 Jahre alt ist. Einige Undichtigkeiten sind hier noch zu beseitigen, bevor die Anwohner ihre dezentralen Anlagen außer Betreib nehmen und ihr Abwasser zentrale über die Gruppenkläranlage entsorgen können.

Insgesamt sollten 2017 planmäßig knapp 8,7 Millionen Euro in die Abwasserinfrastruktur investiert werden. Mit dem, was bisher (Stand: 30. November) realisiert wurde (5,6 Millionen Euro) und darüber hinaus vertraglich gebunden ist (3,2 Millionen Euro), wird diese Summe ziemlich genau erreicht.

Investitionen der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain (KWW) im Trinkwasserbereich

Zahlreiche Abwassermaßnahmen sind mit der Erneuerung oder Sanierung der Trinkwasserleitungen kombiniert worden. Mehr als 2,9 Millionen Euro wurden in diesem Jahr bereits investiert, annähernd 920.000 Euro sind darüber hinaus bis Jahresende vertraglich gebunden und somit geplant. 6,35 Millionen Euro standen ursprünglich im Investitionsplan der KWW für 2017.

Wasserwerk Prießnitz: Es ist das Großprojekt der KWW mit einem Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro. Im Jahr 2020 ist mit der Fertigstellung zu rechnen. Nach dem symbolischen ersten Spatenstich wurde das Fundament errichtet, nun entsteht nach und nach das Grundgerüst.

Frohburg, Ortsdurchfahrt Elbisbach: Die Sanierung der Versorgungsleitung ist hier so gut wie abgeschlossen.

Geithain, Ortsteil Wickershain: Hier sind die Versorgungsleitungen in der Ortsdurchfahrt erneuert worden. Parallel dazu erneuert die Stadt Geithain die Straße.

Hochbehälter Zschoppach: Der Trinkwasserspeicher verfügt über sechs Behälterkammern, die saniert werden müssen, um die hohen Anforderungen der Trinkwasserqualität weiter gewährleisten zu können. Eine Maßnahme, die noch bis 2018 dauern wird. Die Versorgungssicherheit ist unterdessen weiter gewährleistet.     

Großprojekt: bis 2020 soll das Wasserwerk Prießnitz entstehen