Neuer Brunnen gebohrt

Die Kläranlage Storkow ist in den vergangenen Jahren bereits erweitert worden, nun ist das Wasserwerk in Bad Saarow an der Reihe. Die Planung soll 2018 beginnen.

So wurde 2017 bereits ein zusätzlicher Brunnen in der Schutzzone rund um das Wasserwerk Bad Saarow gebohrt. „Bis zu einer Tiefe von 132 Metern“, informiert Susanne Haack, die für Investitionen zuständige Mitarbeiterin des WAS. Nun gibt es im Umfeld des Wasserwerkes Bad Saarow fünf Brunnen, alle zwischen 120 und 130 Meter tief. Nur ein einziger Brunnen stammt noch aus den 80er-Jahren; alle weiteren sind bereits neueren Datums.

Bis Ende Oktober erfolgten der elektrische Anschluss und die Einbindung des neu gebohrten Brunnens in die Steuerung des Wasserwerkes. „Über den Brunnen können bis zu 50 Kubikmeter Rohwasser in der Stunde gefördert werden“, erläutert Susanne Haack. Der Brunnen sei bereits in die Trinkwasserversorgung der Region integriert. In einem zweiten Schritt werde 2018 noch ein Vorfeldpegel errichtet, der zur Kontrolle des Grundwassers im Zustrom des Brunnens diene. 240.000 Euro investiert der WAS in den neuen Brunnen und den Vorfeldpegel.

Die Wasserfassung am Wasserwerk Bad Saarow ist mit dem neuen Tiefbrunnen entsprechend der wasserrechtlichen Erlaubnis komplettiert worden. Somit sei der WAS noch besser in der Lage, den gestiegenen Trinkwasserbedarf der Region zu stillen. „Durch die nunmehr fünf Brunnenanlagen kann die Kapazität des Wasserwerkes von maximal 140 Kubikmeter pro Stunde beziehungsweise bis zu 1 900 Kubikmeter am Tag bei Bedarf ausgeschöpft werden“, sagt Susanne Haack.

Für die kommenden Jahre sind weitere Baumaßnahmen im Wasserwerk Bad Saarow geplant. In der  2016 beschlossenen Trinkwasserkonzeption des WAS ist ein zweistufiger Ausbau des Wasserwerkes vorgesehen. „Bisher“, führt Susanne Haack aus, „fördern die Brunnen über die Filter zur Aufbereitung das Wasser direkt ins Versorgungsnetz. Künftig gelangt das Wasser nach den Filtern in die neuen Reinwasserbehälter. Erst von dort aus wird es dann über die neu zu errichtenden Druckerhöhungsanlagen in das Versorgungsetz gefördert.“ Der Vorteil bestehe darin, dass man eine gewisse Reserve habe und das Wasser, vergleicht Susanne Haack, nach der Aufbereitung erst einmal seine Ruhe.

2018 soll zunächst damit begonnen werden, den Bau von Reinwasserbehältern und einer neuen Reinwasserförderanlage zu planen, ehe man sich 2019/2020 mit der Umsetzung der Maßnahmen beschäftigen will. 50.000 Euro sind im Wirtschaftsplan 2018 des WAS für die Planung verankert – und von der Verbandsversammlung am 6. Dezember 2017 auch bestätigt worden.

„All das“, betont Susanne Haack, „trägt weiter zur Sicherung der Trinkwasserversorgung unserer Kunden und zur Verbesserung der Reinwasserqualität bei, insbesondere vor dem Hintergrund eines erhöhten Trinkwasserbedarfes durch Zuzug und steigende Gästezahlen.“

Bad Saarow: OEWA Wasser und Abwasser GmbH - hier mitten in einem Waldstück werden ab Sommer neue Brunnen gebohrt.