Neue Kanäle für ein Stück Bundesstraße

Die Wurzener Straße in Grimma (B 107) wird ab Ende August zur Baustelle. „Die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain erneuern zwischen Tempelbergstraße und Hopfenberg die Kanalisation und bis zur Wiesenstraße die Trinkwasserversorgungsleitungen“, informiert Jörg Leupold, Projektingenieur bei der OEWA Wasser und Abwasser GmbH in Grimma. Die OEWA betreut die Investitionen der Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH (KWW) und ist Betriebsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain. Rund 475.000 Euro werden hier verbaut.

Für die am 28. August 2017 beginnenden Arbeiten durch die Erdmann Bau GmbH aus Mügeln, die als wirtschaftlichster Anbieter aus einer Ausschreibung hervorgegangen war, muss die Bundesstraße im Baustellenbereich voll gesperrt werden. Jörg Leupold: „Wir gehen davon aus, die Maßnahme Anfang November abschließen zu können. Aber das hängt auch von der Witterung ab.“

Seit Anfang des Jahres wird die Investition der KWW von fast einer halben Million Euro bereits geplant. Den Anlass für die KWW, hier aktiv zu werden, bietet vor allem die verschlissene Kanalisation. „Es liegen außerdem Abwasserrohre unterschiedlicher Dimensionierung in dem Bereich; das gleichen wir an, damit das Abwasser  ungehindert abgeleitet werden kann“, erklärt der Mitarbeiter der OEWA, die sich um die örtliche Bauüberwachung kümmern wird. Die alten Kanäle bleiben im Erdreich liegen und werden dort verdämmt.

Während die Abwasserbaustelle sich auf rund 200 Meter erstreckt, lassen die KWW die circa 50 Jahre alte Trinkwasserversorgungsleitung auf einer Länge von 400 Metern (bis zur Einmündung Wiesenstraße) sowie zwölf Hausanschlüsse erneuern. Es handelt sich hierbei um eine Hauptversorgungsleitung unter anderem für die Ortslage Hohnstädt. „Es gab in der Vergangenheit einige Rohrschäden und daraus resultierende Versorgungsunterbrechungen, sodass sich die KWW und der Versorgungsverband Grimma-Geithain entschieden haben, die Trinkwasserleitungen parallel zum Kanalbau gleich mit zu erneuern“, schildert Jörg Leupold. „Das ergibt auch vor dem Hintergrund Sinn, dass die Straße ohnehin voll gesperrt werden muss.“

Aus der Baumaßnahme resultieren bei der Abwasserableitung und der Trinkwasserversorgung für die Anwohner keinerlei Beeinträchtigungen. Die alten Leitungen, kündigt Projektleiter Leupold an, würden so lange in Betrieb bleiben, bis das neue System funktioniert. Verkehrsteilnehmer müssten während der Bauzeit allerdings Umleitungen in Kauf nehmen. Die Maßnahme ist sowohl beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr als auch bei der Stadt Grimma im Vorfeld angezeigt worden.