Münderaner Weltwassertag

Der Tag des Wassers steht in jedem Jahr unter einem anderen Motto. 2016 ging es zum Beispiel um die Berufe in der Wasserwirtschaft, 2017 lautet es „Wastewater – Abwasser“. „Das passt perfekt zu uns“, freut sich Sebastian Lösch, Niederlassungsleiter der OEWA Wasser und Abwasser GmbH in Bad Münder. Hier betreibt die OEWA im Auftrag der Stadt die Kläranlagen Am Osterberg und in Eimbeckhausen. Hinzu kommt das Kanalnetz.

In vielen Veranstaltungen wird überall auf der Welt an diesem Tag, am 22. März, auf die Bedeutung der Abwasserentsorgung und die Nutzung des Abwassers hingewiesen. Abwasser, so die Botschaft, soll nicht einfach entsorgt, sondern als Ressource wahrgenommen werden. „Es ist gut“, sagt Lösch, „dass es hierzulande so selbstverständlich ist, einfach die Toilettenspülung zu betätigen und dann mit Abwasser nichts mehr zu tun haben. Aber es steckt eben auch eine Menge Aufwand dahinter, das gebrauchte Wasser auf der Kläranlage so zu behandeln, dass es am Ende bedenkenlos in den Vorfluter, also einen Bach oder Fluss, geleitet werden kann.“

Lösch lädt deshalb am Mittwoch, dem 22. März interessierte Münderaner auf die Kläranlage Am Osterberg ein und will ihnen zeigen, was die Arbeit eines Abwasserdienstleisters wie der OEWA beinhaltet. Um 10:00 und um 14:00 Uhr führen die Mitarbeiter über die Anlage und berichten von ihrem Berufsalltag.

Vor ein paar Monaten hätte Sebastian Lösch eine solche öffentliche Einladung vermutlich nicht ausgesprochen. Da war das gesamte Gelände aufgewühlt und eine einzige Großbaustelle – nicht geeignet, um Besuch willkommen zu heißen. „Wir haben den Blitzschutz komplett erneuert“, sagt er. Schon Ende 2015 wurde damit begonnen. „Hunderte Meter Leitungen wurden verlegt und alle metallischen Bauteile miteinander verbunden. Ein enormer Aufwand, aber wichtig, um die hohen Sicherheitsanforderungen auf diesem Gebiet zu erfüllen und die Anlage gegen einen Blitzschlag optimal zu schützen.“

Seit 1993 wird der Tag des Wassers immer am 22. März begangen. Er ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro, auf der er von der UN-Generalversammlung per Resolution ausgerufen wurde.