Keine Probleme

Ohne Komplikationen und ohne Unterbrechung der Trinkwasserversorgung ist wie geplant in der Woche vor Weihnachten die neue Druckerhöhungsstation in Collm (Gemeinde Wermsdorf) an Netz gegangen. Der rund 90 Jahre alte Hochbehälter, der bis zu dieser Umstellung für den Wasserdruck im Ort bestimmend gewesen war, wie Roland Hammer erläutert, sei damit in Rente gegangen. Hammer ist der zuständige Gruppenleiter Trinkwasser der OEWA Wasser und Abwasser GmbH, die im Auftrag des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz tätig ist.

In Collm gibt es rund 240 Kunden des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz. Sie sind per Handzettel im Vorfeld informiert worden, dass der Wasserdruck stellenweise bis zu 2,5 bar höher als bisher liegen könnte. In Abstimmung mit einem Fachbetrieb konnte jeder Einzelne prüfen, ob die private Hausinstallation den Druckverhältnissen weiter gewachsen ist. Im Normalfall, sagt der OEWA-Gruppenleiter, sollte eine Trinkwasserhausinstallation einem Druck von bis zu zehn bar standhalten können. Bei Bedarf hätte es die Möglichkeit gegeben, Druckminderer in die Kundenanlage einzubauen. Das jedoch liege im Ermessen der Hauseigentümer, die auch die Kosten dafür tragen müssten.

„Nach Inbetriebnahme der neuen Druckerhöhungsstation hat es keinen einzigen Anruf bei uns gegeben.“ Damit geht Roland Hammer von einer reibungslosen Umstellung aus. Auswirkungen auf technische Geräte in den Haushalten sind ihm nicht bekannt.

Die Versorgungssicherheit ist mit der neuen Anlage ebenfalls verbessert worden. „Wir verfügen über einen Fernzugriff auf die Druckerhöhungsstation, so dass wir deren Ist-Zustand am PC nachvollziehen können. Eventuell auftretende Störungen werden automatisch rund um die Uhr an den zuständigen Mitarbeiter gesendet. Damit ist im Störfall eine kurze Reaktionszeit gegeben“, beschreibt Roland Hammer.

Der Wasserverband Döbeln-Oschatz und die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft GmbH  hatten sich in Abstimmung mit der OEWA entschieden, den betagten Hochbehälter in Collm nicht mehr zu sanieren. Stattdessen wurde in der Lampersdorfer Straße eine Druckerhöhungsstation errichtet. Deren Funktion sei vergleichbar mit einem Hochbehälter. Auch diese Anlage verfüge über ein Speichervolumen und damit eine Reserve für den Ort, informiert Hammer.