Investitionsplan 2017 beschlossen

Der Abwasserzweckverband (AZV) Unteres Leinetal plant 2017 insgesamt Investitionen von rund zwei Millionen Euro für die weitere Erschließung des Verbandsgebietes.

Die umfangreichste Erschließungsmaßnahme konzentriert sich auf Spröda, einen Ortsteil der Stadt Delitzsch. Hier sollen im kommenden Jahr 1 765 Meter Schmutzwasserkanalisation und 925 Meter Hausanschlussleitungen verlegt sowie 102 Hausanschlüsse errichtet werden. Die Angebote für den Bau des Ortsnetzes lagen Anfang Dezember vor und werden nun ausgewertet. Es ist außerdem vorgesehen, eine 300 Meter lange Druckleitung für die Schmutzwasser-Überleitung ins Gewerbegebiet zu bauen. Die dafür eingereichten Angebot wurde am 7. Dezember gesichtet. Weiterhin ist auf 100 Metern ein Niederschlagswasserkanal in Spröda geplant. Das Investitionsvolumen für die gesamte Maßnahme beträgt laut Investitionsplan circa 1,28 Millionen Euro. Aber es zeichnet sich bereits ab, dass sich die Summe erhöhen wird. Die Maßnahme ist in sechs Bauabschnitt untergliedert. Sie soll so schnell wie möglich beginnen, denn bereits Ende 2017 muss das Projekt abgeschlossen sein, da der AZV Unteres Leinetal dafür Fördermittel erhält.

Für das zweite Quartal plant der AZV weitere Investitionen in Löbnitz. In der Eigenheimsiedlung und in der Straße der Jugend werden insgesamt rund 350 Meter Schmutzwasserleitungen verlegt. Das Abwasser wird über ein Unterdrucksystem zur Kläranlage geleitet. Die Investitionssumme liegt voraussichtlich bei rund 195.000 Euro.

Gebaut wird 2017 auch in Luckowehna für voraussichtlich 539.000 Euro. Der Ort erhält ein komplett neues Ortsnetz für die Ableitung des Niederschlagswassers. Es werden insgesamt 26 Grundstücke angeschlossen. Weiterhin soll in Luckowehna eine Vorklärung errichtet, ein Pumpwerk sowie eine Druckleitung über 1 070 Meter gebaut werden, damit das Schmutzwasser zur Kläranlage Hohenroda übergeleitet werden kann. Es ist vorgesehen, die Maßnahme im zweiten Quartal des nächsten Jahres in Angriff zu nehmen. Die Ausschreibung soll bis Ende 2016 vorbereitet werden.

 Die geplanten Erschließungsmaßnahmen sollen über Fördermittel, zinsverbilligte Darlehn der Sächsischen Aufbaubank, aber auch über Beitragszahlungen der Grundstückseigentümer finanziert werden. Die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Unteres Leinetal hat den Investitionsplan 2017 auf der Sitzung am 30. November 2016 beschlossen.