Finale für den Hochbehälter Eichardt

Das rund 1,6 Millionen Euro Bauvorhaben an der Eichardthöhe (Gemeinde Großweitzschen) ist abgeschlossen. Der Trinkwasserhochbehälter wurde am 28. August 2017 offiziell und feierlich eingeweiht. 

„Wir sind stolz darauf, dieses Projekt erfolgreich beendet und die Versorgungssicherheit unserer Kunden damit deutlich verbessert zu haben. Immerhin kann durch die beachtliche Speicherkapazität des Hochbehälters Eichardt eine mögliche Versorgungsunterbrechung bis zu zwölf Stunden überbrückt werden“, sagt Matthias Löwe, der Vorsitzende des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz.

„Diese Investition“, erklärt der Geschäftsführer des Wasserverbandes, Stephan Baillieu, „war unumgänglich und vor allem eine zukunftsweisende Entscheidung, um die Versorgungssicherheit und die Trinkwasserqualität langfristig zu sichern. Die Altanlage konnte nicht länger am Netz bleiben.“ Die Partner dieses Gemeinschaftsprojektes sind der Wasserverband Döbeln-Oschatz, die Döbeln-Oschatzer  Wasserwirtschaft GmbH und die OEWA Wasser und Abwasser GmbH, seit vielen Jahren technischer und kaufmännischer Dienstleister des Verbandes. 

Wolf-Thomas Hendrich, Leiter der OEWA-Niederlassung Döbeln, lobte das Engagement der Planer und Baufirmen und dankte vor allem seinen Mitarbeitern: „Parallel zu den Aufgaben, die wir täglich im Auftrag des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz erbringen, so ein Großprojekt zu begleiten, erfordert eine Menge Disziplin und Einsatz.“

Im Laufe der Maßnahme wurden circa 5 250 Kubikmeter Erdmassen bewegt, davon 1 250 Kubikmeter unmittelbar wieder auf der Baustelle verwendet. Mit dem Rest errichteten die Baufirmen die Böschung. Etwa 5 000 Kubikmeter Oberboden wurden aufgetragen, 150 Tonnen Betonstahl eingesetzt und mehr als 1 100 Kubikmeter Beton verbaut worden.

Der Standort des Hochbehälters befindet sich circa 600 Meter nordwestlich der Ortslage Eichardt auf der Kuppe der Eichardthöhe. Von der Pumpstation Zschaitz erfolgt entsprechend dem Füllstand des Behälters dessen kontinuierliche Einspeisung. Das wasserwirtschaftliche Bauwerk sichert die Trinkwasserversorgung von rund 20 000 Menschen in Großweitzschen, Bockelwitz, Hartha/Waldheim und Sornzig/Ablass.

Der alte, aus den 70er Jahren stammende Hochbehälter war technisch verschlissen und wies erhebliche Mängel auf. Die Anlage bestand aus zwei baugleichen, dreieinhalb Meter hohen Behältern aus Stahlbeton mit einem Durchmesser von 9,5 Metern. Zum Ersatzneubau in unmittelbarer Nähe des bisherigen Standortes gehören zwei kreisrunde Wasserkammern mit einem Innendurchmesser von 18,40 Metern. Jede Kammer ist vier Meter hoch und verfügt über ein Speichervolumen von 850 Kubikmetern. Insgesamt kann die Behälteranlage damit bis zu 1 700 Kubikmeter Trinkwasser speichern. Sie ist damit fast dreimal so groß wie der alte Behälter.  

Im November 2015 ist mit dem Bau des neuen Hochbehälters Eichardt begonnen worden. Witterungsbedingt gab es 2016 einige Verzögerungen im Bauablauf. Die Trinkwasserversorgung der  Wasserverbandskunden konnte jedoch weiter zuverlässig gewährleistet werden, da der alte Behälter währenddessen am Netz blieb. Bis September 2017 sollen nun sämtliche Arbeiten auch im Umfeld der wasserwirtschaftlichen Anlage abgeschlossen sein.

Die Planung des Neubauprojektes übernahmen die Leipziger Firma Fichtner Water & Transportation GmbH sowie Aqua consult, die auch mit der örtlichen Bauüberwachung beauftragt waren. Gebaut wurde der Hochbehälter Eichardt von der Stowasser Bau GmbH, einer Firma aus Roßwein. Die OEWA hatte die Bauoberleitung inne.

Wasser marsch... Wolf-Thomas Hendrich, Niederlassungsleiter der OEWA und Stephan Baillieu, Geschäftsführer des Wasserverbandes bei der Eröffnung des Hochbehälters