Hauptpumpwerk Guhrow saniert

Der TAZ Trink- und Abwasserzweckverband Burg (Spreewald) hat die Arbeiten am Hauptpumpwerk Guhrow abgeschossen. Die Mess-, Steuer- und Regeltechnik - und damit das komplette elektrische und elektronische Innenleben der abwassertechnischen Anlage - ist erneuert und dem Stand der Technik angepasst worden.
Ein weiterer Vorteil: Die Anlage wurde über das Fernwirksystem in das neue, im vergangenen Jahr installierte  Prozessleitsystem der Kläranlage in Burg (Spreewald) eingebunden. Damit kann das Hauptpumpwerk auch von der Kläranlage aus überwacht werden. Hier erhält der Mitarbeiter der OEWA Wasser und Abwasser GmbH, dem technischen Betriebsführer des TAZ, auf einem Übersichtsbild detaillierte Informationen zur Funktionsweise des Pumpwerks: Ist die Stromversorgung der Pumpen gewährleistet? Oder: Wie verhält es sich mit dem Füllstand im Pumpwerk? Tritt außerhalb der Dienstzeit zum Beispiel eine Störung auf, so bekommt der diensthabende OEWA-Mitarbeiter diese Nachricht direkt auf sein Mobiltelefon übermittelt. Das verkürzt die Reaktionszeiten enorm und erhöht die Entsorgungssicherheit im TAZ-Gebiet.
Das Hauptpumpwerk in Guhrow war am 25. Juni 2016 gegen Mitternacht ausgefallen und konnte das ankommende Abwasser bis zum nächsten Morgen, gegen 8:00 Uhr, nicht ordnungsgemäß ableiten. Über Nacht wurde das Abwasser mit einem Saugwagen mobil entsorgt. Die Folge des Pumpwerksausfalls: ein Rückstau im Pumpwerk sowie im Kanal, aber auch bei einigen TAZ-Kunden im Keller. Nachdem zunächst die Verkabelungen im Pumpwerk erneuert worden waren, damit die Anlage wieder verlässlich arbeiten konnte, hatte der TAZ beschlossen, die ohnehin geplante Erneuerung der gesamten Elektrotechnik im Hauptpumpwerk vorzuziehen. Dieses Projekt wurde im Dezember 2016 abgeschlossen.
Der TAZ wird auch weiterhin in die technische Erneuerung seiner Anlagen investieren. Es ist geplant, jedes Jahr fünf Pumpwerke elektrotechnisch so auszustatten, dass sie dem Stand der Technik entsprechen und mit dem Prozessleitsystem der Kläranlage in Burg (Spreewald) verbunden werden können. Die notwendigen Investitionen sind im Wirtschaftsplan des TAZ berücksichtigt.  
Obwohl der TAZ kontinuierlich in die Erneuerung seiner technischen Anlagen investiert, kann es keine 100-prozentige Sicherheit geben. Pumpwerke können durch einen technischen Defekt ausfallen oder zeitweise überlastet sein, zum Beispiel bei besonders ergiebigen Niederschlägen. Das kann unter Umständen zu einem Rückstau im Pumpwerk, im Kanal und – bei fehlender Absicherung – auch im privaten Bereich führen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass Grundstückseigentümer, wie in der Abwassersatzung des TAZ nachzulesen ist, Vorkehrungen gegen den Rückstau treffen. Das gilt für sämtliche Ablaufstellen (Schmutz- und Regenwasser), die unterhalb der Rückstauebene liegen. Auch endet die Verantwortung des Hausbesitzers nicht damit, eine Rückstausicherung lediglich einbauen zu lassen. Diese muss regelmäßig gewartet werden, um funktionstüchtig zu bleiben. Um den Einbau und die Wartung sollte sich ein Fachbetrieb kümmern.