Granulat gegen Gerüche

Anwohner und Spaziergänger wird es freuen: Am Abwasserhauptpumpwerk in Görsdorf, einem Ortsteil der Stadt Storkow/Mark, ist in der ersten Juliwoche ein Aktiv-Absorber eingebaut worden, der unangenehme Gerüche vermeiden soll. „Das hat alles reibungslos geklappt; der Filter funktioniert“, fasst Ralf Thormählen, Gruppenleiter Abwasser bei der OEWA Storkow GmbH, zusammen.

Die Luft wird dabei aus dem Pumpwerk und dem Abwasserkanal abgesaugt und über das eingesetzte  Filtermedium geleitet. Das Granulat bindet jene Stoffe, die die Geruchsbelästigung letztlich verursachen. Das ist insbesondere Schwefelwasserstoff. Der Filter wurde nun zunächst für eine Testphase von drei Monaten installiert. In dieser Zeit will die OEWA Storkow GmbH prüfen, wie wirksam der Absorber funktioniert und ob man darüber die Geruchsbelästigung merklich reduzieren kann.

Spaziergänger und Radfahrer, so Thormählen, dürften die Arbeit der neuen Technik hörbar vernehmen. Da der Lüfter Geräusche verursacht, hat man den Absorber circa 80 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt aufgestellt.

Geruchsbelästigungen, betont Thormählen, könnten im Umfeld eines Abwasserpumpwerkes immer wieder auftreten. In Görsdorf habe sich die Problematik verstärkt, nachdem Prieros abwasserseitig erschlossen wurde. Dort existiert ebenfalls ein Hauptpumpwerk, das das anfallende Abwasser Richtung Görsdorf leitet. Von hier aus fließt es schließlich zur Kläranlage nach Storkow. Lange Wege also, die der Abwasserstrom hinter sich bringen muss. Das kann dazu führen, dass sich unangenehm riechende Gase bilden, die das Umfeld belasten.

Abhängig von den Ergebnissen dieses Testlaufes und weiterer Betrachtungen wollen der Wasser- und Abwasserzweckverband „Scharmützelsee – Storkow/Mark“ und sein Betriebsführer, die OEWA Storkow GmbH, im Herbst entscheiden, ob man den chemischen Absorber dauerhaft installiert.