Für mehr Versorgungssicherheit

Die Trasse ist seit einiger Zeit bereis gut sichtbar mit den blauen Versorgungsleitungen vorgezeichnet, die neben dem Baufeld liegen. Nun wird seit Montag, dem 16. April 2018, auch gebaut: Nahe des Wohngebietes Hoher Weg in Wermsdorf verlegt die OEWA Wasser und Abwasser GmbH in den kommenden Wochen auf knapp einem Kilometer Länge eine neue Trinkwasserversorgungsleitung.

„Das ist kein Ersatz für eine alte Leitung; wir schaffen hier eine gänzlich neue Einspeisung für viele Tausend Menschen in Wermsdorf bis nach Mügeln. Auf diese Weise wollen wir langfristig die Versorgungssicherheit für das Gebiet deutlich verbessern“, informiert Roland Hammer, der zuständige Gruppenleiter bei der OEWA, dem Betriebsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz.

In einem zweiten Bauabschnitt, der frühestens im August beginnen kann, um die Lebensräume von geschützten Tier- und Pflanzenarten nicht zu beeinträchtigen, will man in eine noch vorhandene  Versorgungsleitung eine neue Leitung einbinden.

Wie Roland Hammer schildert, handelt es sich um ein Verfahren, das man als Berstlining bezeichnet. „Die alte Leitung, die vor circa 15 Jahren wegen zahlreicher Rohrbrüche stillgelegt worden war, wird aufgeweitet, ein  neues Rohr eingezogen, und somit wird sie  letztlich wieder nutzbar gemacht“, erklärt der Gruppenleiter der OEWA in Oschatz. Bisher erfolgte die Versorgung des Gebietes über eine parallel verlaufende Leitung, die aus den 80er-Jahren stammt. „In Zukunft stehen wieder zwei Leitungen zur Verfügung“, ergänzt Roland Hammer.

Nachdem 2013 die Wasserfassung Mügeln außer Betrieb genommen wurde, bekommt Mügeln das Trinkwasser aus Malkwitz, „Vor diesem Hintergrund hat sich die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft GmbH in Abstimmung mit uns als Betriebsführer entschieden, diese zweite Einspeisung zu schaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, erläutert Roland Hammer.

Während für den zweiten, rund drei Kilometer langen Bauabschnitt im Wermsdorfer Forst eine Fremdfirma beauftragt wurde, ist die OEWA für den ersten Bauabschnitt komplett selbst verantwortlich. Zunächst wurde auf circa sechs Metern Breite der Mutterboden abgetragen, damit der Bereich aus archäologischer Sicht bewertet werden kann. „Wenn diese fachliche Begutachtung abgeschlossen ist, können wir beginnen, die neue Trasse zu verlegen“, informiert Roland Hammer. Und damit einen ersten wichtigen Schritt gehen, um die Versorgungssicherheit für Wermsdorf und Mügeln weiter zu erhöhen.