Fernsehbilder aus der Kanalisation

In 15 verschiedenen Straßen der Stadt Mühlberg/Elbe werden in dieser Woche die Kanäle gespült. "Wir sind mit zwei Spezialfahrzeugen und drei Kollegen im Einsatz, um rund drei Kilometer der Kanalisation erst zu reinigen und dann mit einer Spezialkamera zu befahren", kündigt Karsta Leuschner an. Sie ist Gruppenleiterin Kanalnetz bei der OEWA Waser und Abwasser GmbH, dem Abwasserdienstleister der Stadt Mühlberg/Elbe. Die Arbeiten sind Bestandteil des Betriebsführungsvertrages.

Bevor die wendige Spezialkamera allerdings schlüssige Bilder liefern kann, müssen die Schmutz- und Regenwasserkanäle erst gründlich gereinigt werden. Das erfolgt ausschließlich im öffentlichen Bereich und mit Hochdruck. "Wir reinigen keine Abwasserhausanschlüsse", informiert Karsta Leuschner. Dennoch ist der Grundstückseigentümer grundsätzlich in der Pflicht, sein Haus gegen einen möglichen Rückstau aus der öffentlichen Kanalisation zu schützen. So steht es in §17 der städtischen Abwasserbeseitigungssatzung.

Sind die Arbeiten abgeschlossen, was aller Voraussicht nach bis zum Ende der Kalenderwoche 32 der Fall sein soll, werden die Bilder der Spezialkamera in ein Geographisches Informationssystem (GIS) eingepflegt. Damit, so OEWA-Gruppenleiterin Karsta Leuschner, sei man immer auf dem aktuellen Stand, welche Kanäle zu welchem Zeitpunkt gespült und befahren worden sind und in welchem Zustand sie sich befinden. Außerdem erhält die Stadt Mühlberg/Elbe die GIS-Daten, um daraus ihren kurz,- mittel- und langfristigen Investitionsbedarf für die Kanalisation ableiten zu können.