Die letzte Gruppenkläranlage

Die Gruppenkläranlage in Nelkanitz wird als letzte Maßnahme aus dem Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) des Abwasserzweckverbandes (AZV) Döbeln-Jahnatal gebaut. „Wir gehen davon aus, dass wir Anfang bis Mitte August starten können“, informiert Olaf Starke, Projektleiter bei der OEWA Wasser und Abwasser GmbH in der Niederlassung Döbeln. Die wasserrechtliche Erlaubnis und die Baugenehmigung liegen vor.


Damit kann das bereits fertig gestellte Schmutzwassernetz von Beicha und Nelkanitz (beides Ortsteile der Stadt Döbeln) voraussichtlich Ende November 2017 an die zentrale Ortskläranlage angeschlossen werden – „sofern witterungstechnisch und im Bauablauf alles reibungslos funktioniert“, erklärt Olaf Starke.


Vorausgegangen war die langwierige Suche nach einem geeigneten Standort für die Gruppenkläranlage, die nun auf einem privaten Grundstück in Nelkanitz errichtet werden wird. Die neue Ortskläranlage für Beicha und Nelkanitz verfügt über eine Kapazität von 165 Einwohnerwerten. Die Baukosten würden sich voraussichtlich auf rund 400.000 Euro belaufen, schätzt Daniel Lüdke, der stellvertretende Bereichsleiter Investitionen bei der OEWA in Döbeln.


Mit der nun entstehenden Ortskläranlage ist die zentrale abwassertechnische Erschließung des Verbandsgebietes Döbeln-Jahnatal beendet. „Wir haben damit unsere aus dem Abwasserbeseitigungskonzept resultierenden Aufgaben erledigt“, sagt Dirk Schilling,

Bürgermeister von Ostrau und Vorsitzender der Verbandsversammlung des AZV Döbeln-Jahnatal.


2003 wurde das Konzept beschlossen und seither mehrfach fortgeschrieben. „Damit haben wir eine gesetzliche Vorgabe der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt“, ergänzt AZV-Geschäftsführer Stephan Baillieu.


Wie in Beicha und Nelkanitz müssten sich viele Kunden des AZV Döbeln-Jahnatal, deren Grundstücke zentral erschlossen wurden, nicht mehr mit dem Betrieb einer privaten Kleinkläranlage beschäftigen, sagt Olaf Starke; die Gruppenkläranlage wird von der OEWA betreut. „Wo es im Sinne der Allgemeinheit zielführend und von den Kosten her tragbar gewesen ist, haben wir auch die kleineren Orte im Verbandsgebiet zentral erschlossen“, erläutert Stephan Baillieu. Nun ist mit der Gruppenkläranlage in Nelkanitz Schluss.


Nach dem Abschluss dieser letzten ABK-Maßnahme würden die Anwohner informiert und hätten dann sechs Monate Zeit, um ihre Grundstücke an die neue Anlage anzuschließen, erläutert Projektleiter Olaf Starke. Er geht davon aus, dass dies dann im Frühjahr/Sommer 2018 erfolgen wird – wenn auch das Wetter wieder die Möglichkeit zum Bauen biete.