Die Jahnaaue springt für Paudritzsch ein

Die Leisniger Ortsteile Minkwitz und Meinitz bekommen ihr Trinkwasser seit einigen Wochen schon aus der Jahnaaue. Jetzt reagiert der Wasserverband Döbeln-Oschatz erneut, weil die Wasserfassung am Wasserwerk Paudritzsch nach der extrem langen Trockenheit und Hitze nicht in gewohnter Weise genutzt werden kann. Doch mit der Jahnaaue gibt es eine funktionierende Alternative.

Mittlerweile werden auch die Einwohner von Brösen, Gorschmitz, Röda und Tautendorf und in Teilen auch die Leisniger Oberstadt mit Trinkwasser aus der Jahnaaue versorgt.

Die Trinkwasserversorgung ist grundsätzlich in keiner Weise beeinträchtigt, versichern der Wasserverband Döbeln-Oschatz und sein Betriebsführer, die OEWA Wasser und Abwasser GmbH. Auch bei der Qualität des Lebensmittels Nummer 1 müssen die Wasserverbandskunden keine Kompromisse eingehen. Alle Anforderungen der bundesweit geltenden Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Das Wasser ist einwandfrei und kann bedenkenlos direkt aus dem Wasserhahn getrunken werden.

Was die Verbraucher seit der Umstellung spüren dürften, sind die Veränderungen in der Wasserhärte. Das Wasser aus der Jahnaaue ist mit 30°dH entschieden härter als das aus dem Wasserwerk Paudritzsch (14,5 °dH). Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz wird in drei Härtebereiche unterschieden: weich, mittel und hart. Sowohl das Wasser aus der Jahnaaue als auch jenes aus der Wasserfassung Paudritzsch gilt als hart.

Die zeitweise Umstellung der Trinkwassereinspeisung ist notwendig geworden, weil die Wasserfassung Paudritzsch derzeit nicht ihre volle Leistungsfähigkeit ausschöpfen kann. Die Kapazitätsgrenze in der Wasserförderung sei erreicht, weiß Torsten Pörschmann, der stellvertretende Gruppenleiter bei der OEWA mit Zuständigkeit für Leisnig. Erst nach einer längeren, intensiven Regenzeit oder reichlich Schnee könne sich der Grundwasserspiegel im Brunnen-Einzugsgebiet Paudritzsch/Leisnig wieder normalisieren. Sobald das zu beobachten ist, sollen die Verbraucher auch wieder mit dem Trinkwasser aus Paudritzsch versorgt werden.