Der Erdhügel verschwindet

Mit der Trinkwasserversorgung für Naunhof verbindet Detlef Bull, Bereichsleiter Trinkwasser bei der OEWA Wasser und Abwasser GmbH in Döbeln, viele Erinnerungen. Zu DDR-Zeiten baute er sie mit auf und betrieb die Anlagen, als „Helfer der Wasserversorgung“, wie er berichtet. Nun haben Technik und Bausubstanz von einst ausgedient. „Wir nehmen die alte Wasserversorgung jetzt komplett außer Betrieb“, kündigt Bull an.

Bereits seit Anfang der 90er-Jahre bekommt der Ortsteil der Stadt Leisnig sein Trinkwasser über Eichardt. „Der Naunhofer Hochbehälter ist seitdem schon außer Dienst und bildet nur noch die Hülle für die darin stehende Pumpstation“, informiert der zuständige OEWA-Gruppenleiter Siegmar Rüdrich. Nun ist jedoch auch die Hülle derart baufällig, dass man handeln müsse. „Wir platzieren hier eine neue Kompaktanlage“, kündigt Siegmar Rüdrich an. Auf ein Speichervolumen könne man verzichten, da die Leitungsdimension zur sicheren Versorgung der Naunhofer Einwohner vollkommen ausreichend sei.

In den vergangenen Wochen ist die Zuleitung für die neue Anlage, die circa 50 Meter neben dem alten Behälter stehen wird, angepasst und das Fundament gegossen worden. Noch im September wird das neue Fertigteil geliefert und bis Ende Oktober die alte Bausubstanz vollständig abgerissen. Der Erdhügel, unter dem die Anlage verborgen war, verschwindet ebenfalls, so dass eine nahezu ebene Fläche entstehen wird.

80.000 Euro kostet die Ablösung der alten Trinkwasserversorgung für die 138 Naunhofer. „Grundsätzlich“, weiß OEWA-Gruppenleiter Rüdrich, „sorgt eine moderne Anlage wie diese für eine höhere Versorgungssicherheit. Hier kommt hinzu, dass wir die Pumpstation in unser Fernwirksystem einbinden. Das heißt, wir können vom Tablet oder Smartphone aus sehen, wenn hier etwas nicht funktionieren sollte und können schnell reagieren.“