Bau des neuen Wasserwerks in Prießnitz gestartet

Von Juni 2017 bis Mai 2020 wird im Frohburger Ortsteil Prießnitz ein neues Wasserwerk gebaut. Der Versorgungsverband Grimma-Geithain (VVGG) erhöht damit die Versorgungssicherheit für seine Kunden. Das jetzige, Anfang der 1950er-Jahre errichtete Wasserwerk entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und befindet sich mittlerweile in einem schlechten baulichen Zustand. Auch ist die gesamte maschinentechnische Ausrüstung verschlissen. Das gilt auch für die Schalt- und Steuerungstechnik.

Mit seiner am 24. September 2014 beschlossenen Trinkwasserversorgungskonzeption hatte sich der VVGG  unter anderem entschieden, eine komplett neue Anlage zur Trinkwasserversorgung für das Gebiet Frohburg, Bad Lausick und Geithain zu errichten und damit auch in Zukunft die Verbandskunden zuverlässig mit Trinkwasser zu versorgen. Am 30. Juni 2017 erfolgte auf dem Gelände des alten Wasserwerkes in Prießnitz durch Bürgermeister Wolfgang Hiensch, (Frohburg), Matthias Schmiedel (Colditz) und Michael Hultsch (Bad Lausick) und Thiébauld Mittelberger, Geschäftsführer der OEWA, der symbolische erste Spatenstich für den Neubau.

„Für uns ist das neue Wasserwerk in Prießnitz ein maßgeblicher Beitrag, um unsere Versorgungskonzeption umzusetzen, die wir in der Verbandsversammlung beschlossen haben, um die Trinkwasserversorgung der Region auch in Zukunft verlässlich gewährleisten zu. Wenn die Anlage in Prießnitz fertig gebaut ist, wird auch das Wasserwerk in Frohburg vom Netz gehen“, kündigt der Geschäftsführer des VVGG, Lutz Kunath, bereits an. 2020 werde das dann der Fall sein – nach dem Abschluss des Neubaus.

Die Planung für den Wasserwerksneubau, der insgesamt sechs Baulose beinhaltet, ist abgeschlossen; ebenso das Genehmigungsverfahren. Mit dem feierlichen ersten Spatenstich fällt nun der offizielle Startschuss für die Investition der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain. Die Maßnahme wird rund fünf Millionen Euro kosten. „Dieses neue Wasserwerk ist für die Versorgungssicherheit großer Teile des Verbandsgebietes eine zukunftsweisende Investition. Als Betriebsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain freuen wir uns, unseren Beitrag zum Gelingen des Projektes leisten zu können“, sagt Thiébauld Mittelberger, Geschäftsführer der OEWA Wasser und Abwasser GmbH.

Es entsteht bis 2020 auf einer Wiese unmittelbar neben der alten Anlage nicht nur ein komplett neues Wasserwerk, einschließlich der Reinwasserbehälter. Auch in das Versorgungsnetz, zum Beispiel neue Verbindungsleitungen, wird im Vorfeld investiert. Neue Brunnen werden ebenfalls gebohrt. Auch die landschaftsplanerischen Leistungen gehören zum Projekt. Nicht zu vergessen der Rückbau des alten Wasserwerkes in Prießnitz – das jedoch erst zu gegebener Zeit.

Das neue Wasserwerk kann laut wasserrechtlicher Genehmigung des Landkreises Leipzig maximal 230 Kubikmeter Rohwasser pro Stunde fördern. 5 500 Kubikmeter sind das Maximum eines Tages. Das entspricht rund 40 000 Badewannen pro Tag bei einem Fassungsvermögen von durchschnittlich 140 Litern.

Bauherr sind die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain; die Projektsteuerung obliegt der OEWA Wasser und Abwasser GmbH als Betriebsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain. Das Planungsbüro für das Millionenprojekt, Prowa Ingenieure mit Sitz in Dresden, wird zum großen Teil die Bauüberwachung durchführen.

Beim symbolischen Spatenstich v.l.n.r.: Bürgermeister Michael Hultsch (Bad Lausick), Bürgermeister Matthias Schmiedel (Colditz), Geschäftsführer der OEWA Thiébauld Mittelberger und Bürgermeister Wolfgang Hiensch (Frohburg).

Legt mit dem Bagger direkt los: Bürgermeister Wolfgang Hiensch (Frohburg).