Alte Graugussleitung ersetzt

Einige Bewohner von Bad Saarow sowie in den Orten Neu und Alt Golm mussten am Donnerstag, dem 7. Dezember, vorrübergehend ohne Trinkwasser auskommen. Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Scharmützelsee – Storkow/Mark“ (WAS) ließ in Bad Saarow den Knotenpunkt in der Fürstenwalder Chaussee, Abzweig Neu Golm, erneuern. Die Kunden des WAS waren über Anzeigen und  Aushänge oder durch Handzettel informiert.

Das Schieberkreuz musste in dem Bereich erneuert werden. Außerdem wurde die alte Graugussleitung mit einer Dimension von 150 Millimetern Innendurchmesser auf einer Länge von 730 Metern ersetzt. „Die alte Versorgungsleitung und teilweise auch das jetzt erneuerte Schieberkreuz stammten bereits aus den 60er-Jahren“, begründet WAS-Mitarbeiterin Susanne Haack den Investitionsbedarf von in Summe 230.000 Euro.

Durch über einen langen Zeitraum aufgetretene Inkrustationen sei der Leitungsquerschnitt verringert gewesen, das habe sich auf die Fließgeschwindigkeit des Trinkwassers ausgewirkt. „Das bedeutet, dass beim Kunden nicht mehr so viel Wasser ankommt, wie es theoretisch sein sollte. Zudem sind vermehrt Spülungen dieser Leitungsabschnittes notwendig, um die geforderte Qualität des Trinkwassers jederzeit gewährleisten zu können“, erläutert Manfred Stürmer, Gruppenleiter Trinkwasser bei der OEWA Storkow, dem technischen Betriebsführer des WAS. Durch kontinuierliches Spülen der Leitung sei es gelungen, den Anteil von Schwebstoffen zu verringern.  

Bei den Arbeiten am Leitungsnetz ist zugleich die Dimension des Versorgungsnetzes in Richtung Petersdorf reduziert und somit an die tatsächlichen Abnahmeverhältnisse der dortigen WAS-Kunden  angepasst. Auch das, so Susanne Haack, sei eine Maßnahme im Sinne der Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit gewesen. Hier handelt es sich um einen Abschnitt von 450 Metern, der nun mit einer Dimension von 50 Millimetern Innendurchmesser gebaut wurde.

In den kommenden Wochen, kündigt die beim WAS für den Investitionsbereich zuständige Mitarbeiterin an,  würden durch die ausführende Baufirma Kesslau aus Frankfurt/Oder nun noch die einzelnen Hausanschlüsse auf die neue Trinkwasserleitung umgebunden. Erst dann könne die alte Graugussleitung vollständig außer Betrieb genommen werden. Auch hier müssten die Anwohner in der Fürstenwalder Chaussee in Bad Saarow mit weiteren kurzen Versorgungsunterbrechungen rechnen, heißt es. Der WAS informiere darüber rechtzeitig.

Die noch zu erneuernde Bahnquerung im Gewerbegebiet verschiebe sich auf 2018. Wie Susanne Haack dazu erläutert, stünden noch diverse Abstimmungen mit der Deutschen Bahn aus.