Wasserlexikon
Tertiärschlamm
Als Tertiärschlamm wird der Schlamm bezeichnet, welcher in der dritten Reinigungsstufe einer Kläranlage, z.B. bei der chemischen Nachfällung von Abwasserinhaltsstoffen, entsteht.
THM
Abkürzung für Trihalogenmethane; Haloforme. Trihalogenmethane sind eine für die Trinkwasseraufbereitung relevante Schadstoffgruppe. Sie können u.a. als unerwünschte Nebenprodukte bei der Desinfektion entstehen.
Trennkanalisation
Getrennte Ableitung von Niederschlags- und Schmutzwasser, wobei das Regenwasser im Unterschied zum Mischsystem direkt in die Gewässer eingeleitet wird, siehe auch Kanalisation.
Trennsystem
Kanalnetz, das im Unterschied zum Mischsystem im Trennverfahren betrieben wird, siehe auch Kanalisation.
Trinkwasser
Für den menschlichen Genuss und den unmittelbaren Gebrauch geeignetes Wasser. Trinkwasser ist alles Wasser im ursprünglichen Zustand oder nach der Trinkwasseraufbereitung, welches zum Trinken, zum Kochen, zur Bereitung von Speisen und Getränken oder anderen häuslichen Zwecken wie der Körperpflege und -reinigung oder der Reinigung von Gegenständen, die mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen, bestimmt ist. Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass keine gesundheitsbeeinträchtigende Wirkung, insbesondere durch Krankheitserreger, von ihm ausgeht. Auch für den Menschen ungefährliche Bakterienkolonien dürfen bestimmte Grenzwerte nicht übersteigen. Eine Vielzahl festgelegter Grenzwerte chemischer, physikalischer sowie biologischer Parameter findet sich in der Trinkwasserverordnung.
Trinkwasseranalyse
Untersuchung und Qualitätsbestimmung von Trinkwasser durch unabhängige Institute oder Labore. Die Häufigkeit der Untersuchungen und Verfahren ist in Deutschland durch die Trinkwasserversorgung geregelt. Es wird zwischen mikrobiologischen Untersuchungen zur Ermittlung der Art und Anzahl von im Wasser enthaltenen Bakterien und physikalischen sowie chemischen Untersuchungen zur Ermittlung der Konzentration verschiedenster Wasserinhaltsstoffe unterschieden.
Trinkwasseraufbereitung
Zur Trinkwasseraufbereitung gehören alle physikalischen, chemischen und biologischen Verfahren für die Herstellung von Trinkwasser aus einem Rohwasser. Solche Verfahren sind beispielsweise die Filtration, Entsäuerung, Fällung und die Desinfektion, siehe auch Wasseraufbereitung und Wasserwerk.
Trinkwasserverordnung
Abkürzung TWVO bzw. TrinkwV 2001. Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch nach Bundesrecht zur Gewährleistung der Genusstauglichkeit und Reinheit von Trinkwasser. Ihr Zweck besteht in dem Schutz der menschlichen Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, welche aus Wasserverunreinigungen resultieren. Der Geltungsbereich der TWVO ist die Bundesrepublik Deutschland. In kraft getreten ist diese Verordnung erstmalig 1976, die letzte Neufassung erfolgte im Jahr 2001, die letzten bereits in kraft getretenen Änderungen im November 2011. Die Trinkwasserverordnung in Deutschland ist die Umsetzung der EG-Richtlinie 83/98 „über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ in nationales Recht. Sie umfasst Bestimmungen über die Qualität des Trinkwassers, über Wasseruntersuchungen, die Pflichten eines Anlagenbetreibers zur Wasserversorgung, die Überwachung durch Gesundheitsämter usw..
Trübung
Verringerung der Lichtdurchlässigkeit eines Mediums durch darin enthaltende Partikel. Die Trübung eines Wassers wird durch das Streulichtmessverfahren ermittelt. Außerdem ist die Trübung ein in der Trinkwasserverordnung festgehaltener Indikatorparameter. Sie zeigt den Gehalt an partikulärer Substanz im Wasser an. Je höher die Trübung ist, desto mehr Partikel befinden sich im Wasser und desto größer ist die Gefahr der mikrobiellen Verunreinigung des Wassers, weil sich Bakterien und Keime oft an Partikel anheften.




