Wasserlexikon
Eisen
Silberweißes, glänzendes und reaktionsfreudiges Schwermetall. An trockener Luft bildet das Element eine schützende Oxidschicht, an feuchter Luft wird an der Oberfläche ein durchlässiger, schuppiger Überzug von Eisenoxidhydrat (Rost) gebildet. Im Grundwasser kommt Eisen mit unterschiedlichen Konzentrationen und in unterschiedlichen Verbindungen vor. Die wesentlichen Eisenverbindungen im Grundwasser sind das Eisensulfat und das Eisenhydrat, hierbei ist das Eisen gelöst. Durch Oxidation entsteht bei der Trinkwasseraufbereitung das unlösliche Eisen(III)-oxihydrat, welches durch Filtration abgeschieden wird.
Eisenchlorid
Schwarzbraune, glänzend kristalline Verbindung von Chlor und Eisen, welche meist im Zusammenhang mit der Korrosion von Stahl- und Gussrohren steht.
Emission
An die Umwelt abgegebene Stoffe oder Verbindungen entweder in fester, gasförmiger oder flüssiger Form in die Natur gelangen. Emissionen können aber auch Geräusche, Strahlen, Wärme, Erschütterungen und ähnliche Erscheinungen sein. Sie können natürliche Ursachen haben (z.B. Vulkanausbruch) oder durch den Menschen verursacht werden (z.B. Verbrennungsprozesse).
Entchlorung
Behandlung von Wasser mit hohen Chlorgehalten mittels eines Aktivkohlefilters oder einer geeigneten chemischen Neutralisation zur Entfernung des enthaltenen Chlors.
Enteisenung
Verfahren der Wasseraufbereitung zur Entfernung von gelösten Eisenverbindungen aus dem Wasser durch Oxidationsprozesse und daran anschließende Filtration bzw. Fällung bei sehr hohen Eisenkonzentrationen.
Enthärtung
Innerhalb der Trinkwasseraufbereitung Entfernung von im Wasser enthaltenen Calcium- und Magnesiumionen, weil diese zu Ablagerungen in Trinkwasserleitungen und insbesondere in Warmwasseranlagen führen können. Die Enthärtung ist kostenintensiv und wird nur in besonderen Fällen zentral durchgeführt. Im kleineren Maßstab erfolgt die Wasserenthärtung durch Zusatz von Waschmitteln in Wasch- und Spülmaschinen oder durch Wasserfilter mit Ionenaustauscher im Falle einer Hauswasseraufbereitung, siehe auch Wasserhärte, Entkarbonisierung und Carbonathärte.
Entkalker
Chemisches Haushaltsmittel für die Beseitigung von Kalkflecken insbesondere an Heißwasserbereitern. Überwiegend wird als Wirksubstanz Ameisensäure und / oder Zitronensäure eingesetzt.
Entkarbonisierung
Gleichbedeutend mit (Teil)enthärtung. Verfahren innerhalb der Trinkwasseraufbereitung, bei dem die Wasserhärte verringert wird. Hier wird jedoch nur die Carbonathärte und nicht die permanente Härte reduziert. Ziel ist, ebenso wie bei der Enthärtung, die Verhinderung von Kalkausfällungen (Kesselstein), v.a. bei Einsatz des Wassers als Kühl- und -> Prozesswasser.
Entkeimung
Entfernung von Keimen und Krankheitserregern aus dem Wasser, meist durch Desinfektion.
Entmanganung
Verfahrensstufe in der Trinkwasseraufbereitung, bei der Manganionen aus dem Rohwasser durch Oxidationsprozesse und Filtration entfernt werden.
Entsalzung
Verfahren zur Entfernung von Salzverbindungen (Eisensalze, Natrium- und Carbonatsalze) aus dem Wasser, in der Regel durch Ionenaustauscher oder Umkehrosmose.
Entsäuerung
Prozess der Wasseraufbereitung, wobei dem Wasser Kohlensäure, d.h. gelöstes Kohlendioxid entzogen oder chemisch abgebunden wird. Ziele sind die Stabilisierung des Trinkwassers und die Korrektur des pH-Werts. Es wird hier zwischen mechanischer Entsäuerung (Gasaustausch) und chemischer Entsäuerung (Zusatz von Neutralisationschemikalien z.B. Natronlauge) unterschieden.
Entschwefelung
Entfernung der im Faulgas enthaltenen Schwefelverbindungen über Biofilter, Gaswäsche etc..
Eutrophierung
Übermäßige Entwicklung von Algen in einem stehenden Gewässer durch das Überangebot von Nährstoffen. Ein wichtiger Nährstoff (limitierender Faktor) ist in der Regel Phosphor. Der Zustand des Gewässers reicht von oligotroph (geringes Nährstoffangebot) über mesotroph und eutroph bis zu polytroph (sehr hohes Nährstoffangebot). Abwassereinleitungen können zur Eutrophierung führen. Deswegen ist eine hocheffektive Abwasserreinigung unerlässlich.
Explosionsschutz/ Ex-Schutz
Bereich der Sicherheitstechnik, welcher sich mit dem Schutz vor der Entstehung und den Auswirkungen von Explosionen beschäftigt. Er dient der Verhütung von Schäden v.a. durch technische Anlagen an Personen und Sachen. Der Explosionsschutz umfasst technische Lösungen für explosionsgefährdete Anlagen bzw. Anlagen in explosionsgefährdeten Umgebungen. Relevant für die Abwasserbehandlung und die Trinkwasseraufbereitung sind hier z.B. Druckbehälter, Pumpen im Nassbereich und -> Faulungsanlagen.




